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Rassismus ist eine Anhäufung von Klischees gegen eine Rasse, eine Religion oder ein Volk. Was sind Klischees?
Klischees sind unschöpferische Nachbildungen oder Abklatsche: Etwas, das ohne eigene Kreativität einfach kopiert oder nachgemacht wurde. Beispiel:
- Eingefahrene, überkommene Vorstellungen – feste, stereotype Bilder oder Schubladen, in die man Menschen, Situationen oder Dinge steckt.
Beispiele: „das Klischee einer bürgerlichen Ehe“, „in Klischees denken“. - Abgegriffene Redensarten – ausgelutschte, nicht mehr originelle Formulierungen oder Floskeln.
Beispiel: „in Klischees reden“.
Rassismus besteht in diesem Verständnis meist aus negativen Klischees.Nur warum gibt es Klischees?
Höchstwahrscheinlich hängen Klischees mit erlerntem Verhalten zusammen. Schon kleine Kinder bilden Klischees, ohne dass ihnen jemand etwas explizit sagt. Es funktioniert ähnlich wie beim Pawlow’schen Hund – durch wiederholte Erfahrungen und Assoziationen entstehen automatische Verknüpfungen im Gehirn.
Wenn die Gesellschaft klischeehaft lebt – zum Beispiel durch Freunde, Verwandte, Fernsehen (besonders im Ausland) oder das Internet –, dann können Klischees durchaus fruchten. Nicht nur das: Man kann auch am eigenen Leib etwas Klischeehaftes erlernen, etwa durch negative Erfahrungen oder Traumata. Wer ist besonders betroffen?
Vor allem Minderheiten. Diese können sich gegen die Mehrheit bei Rassismus oft nur schwer verteidigen.Hinweis:
Die Sorge mancher Bürger über die höhere Geburtenrate bei Ausländern ist häufig echt, wird aber manchmal als reiner Hass dargestellt oder ins falsche Licht gerückt. Heutzutage ist man schnell als „Nazi“ abgestempelt – das betrifft sowohl Ausländer als auch Europäer. Oft steckt dahinter einfach nur Angst, die sich allerdings auch in echten klischeehaften Vorurteilen äußern kann.

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