
Ich finde es völlig falsch zu behaupten, Zionismus bedeute einfach nur, dass Israel genau in seinen alten historischen Landesgrenzen existieren muss. Genau diese Fixierung auf die alten Grenzen kommt für mich – auch mit Blick auf die Überlegungen von Elie Wiesel – vielmehr aus der christlichen Ecke im Zusammenspiel mit dem Talmud. Aus meiner Sicht wurde der Talmud von Rashi verfasst, um den damaligen Kreuzfahrern die Hand zu reichen, einen Pakt zur Eroberung Israels zu schließen und dafür eine Anleitung für die Gebiete und alten Landesgrenzen zu liefern. Heute gilt er ja als zweite Tora und ist tief im Glauben verwurzelt.
Dabei gab es den Anspruch auf das Land schon vorher in der Tora, beginnend mit Mose. Was danach im Alten Testament – durch den Tanach noch ausgeschmückt – folgte, waren Kriege gegen die Heiden. Am Ende ging es dabei immer um Reichtum, Landflächen, Wasserquellen und Ressourcen wie Gold, Myrrhe oder Kleidung. Das ist im Grunde genau dasselbe wie heute im Konflikt mit dem Iran und Palästina: Es geht um Kapital, die alten Landesgrenzen und die Kontrolle über die Pilgerstätten. Sogar der Ausruf ‚Heil Israel‘ vor Kriegen hat dort seinen Ursprung. Die Tora war schließlich das erste Buch der abrahamitischen Religionen, gefolgt von der Bibel, dem Talmud, dem Koran und dem Tanach.“


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