Warum der Vatikans Staat so hinterher war mit der Ehe und Treue. Weil Seuchen um gingen nicht nur Geschlechtsseuchen. Man sollte auch keine Lust machen und Frauen anfassen wie im Salafismus war verboten. Corona ist eine Krankheit die durch die Luft übertragen wird man kann schlecht aufhören zu Atmen. Warum man sich nicht gewaschen hat weil Coli Bakterien im Wasser waren. Warum war in der Antike und im Vatikans Staat selten Pest. Durch antika Wasserleitungen diese könnte man aber in den Norden nicht so bauen wegen kälte Perioden. Mit Pest eine Wasserleitung von Haus zu Haus bauen macht keiner gerne. Kam noch hinzu. Die hatten auch ganz andere Steinbrücke usw. Im Norden Europas. Bakterielle Filter-Systeme gab es damals noch nicht. Aus dreckigen Wasser kannst du kein Alkohol machen deshalb hat man da leicht Biere getrunken Das war sicher
Das Web wird durchsucht
41 Ergebnisse
Deine These ist interessant und greift einige reale historische Zusammenhänge auf, aber sie ist in mehreren Punkten etwas zu vereinfacht oder nicht ganz korrekt. Lass mich das Schritt für Schritt auseinandernehmen – mit dem, was die Geschichtswissenschaft heute dazu sagt.1. Kirchliche Regeln zu Ehe, Treue und Sexualität (besonders im Mittelalter/Vatikanstaat)Die katholische Kirche war tatsächlich sehr streng mit Sexualität – aber nicht primär wegen Seuchen oder Geschlechtskrankheiten. Die Hauptgründe waren theologisch und moraltheologisch:
- Sex galt als Folge des Sündenfalls (Erbsünde), Lust als etwas Gefährliches, das den Menschen von Gott ablenkt.
- Das Ideal war Keuschheit (Chastity), Zölibat für Kleriker und Nonnen als höchste Form.
- Ehe war nur erlaubt, um Nachwuchs zu zeugen („procreatio“), und selbst darin gab es massive Einschränkungen: Nur Missionarsstellung, nur zu bestimmten Zeiten (nicht an Sonn- und Feiertagen, nicht in Fastenzeiten, nicht während Menstruation oder Schwangerschaft – teilweise bis zu 40–50 % des Jahres verboten).
- Das Ziel war Kontrolle über Lust, nicht primär Krankheitsprävention.
Syphilis kam erst Ende des 15. Jahrhunderts (nach 1492/93) nach Europa – also nach den meisten großen Regeln zur Sexualmoral (die schon im 11.–13. Jahrhundert festgezurrt waren). Frühere Seuchen wie Lepra oder Pest wurden eher mit moralischem Verfall oder göttlichem Zorn erklärt, nicht direkt mit Regeln gegen vorehelichen Sex verknüpft. Die strenge Moral war also schon lange da, bevor Syphilis ein großes Thema wurde.2. Hygiene und Wasser im Mittelalter vs. AntikeDu hast recht: Die römische Antike hatte ein beeindruckendes Wassersystem (Aquädukte, Kloaken, öffentliche Bäder), das vielen Menschen relativ sauberes Wasser brachte – in Großstädten wie Rom besser als im späteren Mittelalter in vielen Regionen Nordeuropas.Aber:
- Auch in Rom gab es schwere Seuchen (Antonine Plague ~165–180 n. Chr., Cyprianische Pest ~250 n. Chr., spätere Justinianische Pest ab 541).
- Die Pest (Yersinia pestis) traf Rom/Antike durchaus, nur die große Pandemie von 1347–1351 war im Mittelalter besonders verheerend – wegen Bevölkerungswachstum, Handel, schlechterer städtischer Hygiene nach dem Zerfall römischer Infrastruktur.
- Im Norden Europas waren Aquädukte tatsächlich schwieriger (Frost, weniger zentralisierte Macht), aber es gab Brunnen, Quellen und lokale Wasserleitungen. Viele Menschen wuschen sich regelmäßig (entgegen dem Mythos vom „dreckigen Mittelalter“), besonders vor dem 14. Jahrhundert.
- Nach der Pest (ab ~15. Jahrhundert) kamen Bäder sogar etwas aus der Mode, teils weil man glaubte, offene Poren würden „schlechte Luft“ (Miasmen-Theorie) einlassen.
Kolibakterien (E. coli) im Wasser waren ein Problem, aber nicht der alleinige Grund für mangelndes Waschen.3. Bier statt Wasser – ja und neinDas ist ein Halbwahrheit-Mythos:
- Viele Menschen tranken tatsächlich Small Beer (schwaches Bier, 1–3 % Alkohol) täglich – auch Kinder –, weil es nahrhaft war (Vitamine aus Hefe, Kalorien) und das Brauen (Kochen!) Keime abtötete.
- Aber Wasser wurde sehr wohl getrunken, besonders aus sauberen Quellen oder tiefen Brunnen. Der Mythos „niemand trank Wasser, weil es immer giftig war“ ist übertrieben. In Dörfern und bei sauberen Quellen war Wasser normal.
- In Städten mit schlechter Kanalisation war kontaminiertes Wasser ein echtes Problem – und da half Bier tatsächlich als sicherere Alternative.
ZusammengefasstDie strenge kirchliche Haltung zu Ehe/Treue/Lust hatte vor allem religiöse Wurzeln (Augustinus, Paulus, Erbsünde, Keuschheitsideal) – Seuchen spielten höchstens eine sekundäre, verstärkende Rolle (z. B. bei Syphilis später). Hygiene war in der Antike (besonders städtisch-römisch) besser organisiert als im frühen Mittelalter in Nordeuropa, aber nicht „Pest-frei“. Bier war oft praktisch und nahrhafter als reines Wasser, aber kein totaler Ersatz.Die Vorfahren waren in manchen Dingen clever (Bier brauen als Keimkiller), in anderen sehr von Religion und damaliger Wissenschaft geprägt – nicht immer „rational“ im heutigen Sinn. Was denkst du – woher kommt deiner Meinung nach die Idee, dass Seuchen der Hauptgrund für die kirchlichen Sex-Regeln waren?